Swinger (von engl. to swing, "schwingen, hin- und herbewegen") ist eine im 20. Jahrhundert populär gewordene Bezeichnung für Menschen, die ? im weitesten Sinne ? ihre Sexualität frei und ohne Einschränkungen mit verschiedenen (beliebigen) Partnern ausleben; jenseits konventioneller Moralvorstellungen und gesellschaftlicher Tabus, die das Sexualverhalten regulieren. Swinger leben somit nicht in einer monogamen Partnerschaft, sondern haben (im gegenseitigen Einverständnis) sexuelle Kontakte mit anderen, u. U. fremden Personen. Als Treffpunkte haben sich Swingerclubs und Swingerpartys bzw. private Treffen etabliert ? Orte, an denen die öffentliche Sexualmoral nicht beachtet wird und an denen sich Gleichgesinnte begegnen, um Partnertausch und Gruppensex zu praktizieren.
Die individuellen Vorlieben sind sehr weit gestreut und beinhalten jegliche sexuellen Praktiken, bei denen Dritte in beliebiger Form eingebunden werden können. Dabei kann es sich auch um exhibitionistische und voyeuristische Handlungen ohne Körperkontakt handeln („Sehen-Zeigen“, gegenseitiges Beobachten oder Fotografieren sexueller Handlungen).
Da Sexualität in der Öffentlichkeit in Deutschland als Erregung öffentlichen Ärgernisses bestraft werden kann, bewegt sich die Swingerszene hauptsächlich in dafür vorgesehenen Räumlichkeiten. Hier macht sich die Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Normen und den Swingern, die gemeinhin freie Liebe praktizieren und vertreten, des Weiteren exhibitionistisch bzw. voyeuristisch veranlagt sind, besonders bemerkbar; wiewohl auch in dieser Beziehung die gesellschaftliche Akzeptanz (einschließlich homo- und bisexueller Praktiken) wächst und sich allmählich Moralvorstellungen verändern.
Ein Swingerclub (von englisch to swing = schwingen, pendeln, sich hin- und herbewegen, von einem/einer zum anderen wechseln), seltener: Sexpartnerclub, ist ein Ort der Zusammenkunft, an dem Menschen die Möglichkeit gegeben wird, Gruppensex zu betreiben. Daneben gilt auch der Partnertausch oder die Befriedigung des Voyeurismus und des Exhibitionismus als Antrieb der sogenannten Swinger.
Man unterscheidet zwischen reinen Pärchenclubs, die ausschließlich für Paare gedacht sind, und Swingerclubs, in denen auch Einzelpersonen Zutritt haben. Letztere werden vorwiegend von Männern und Paaren ? seltener von einzelnen Frauen ? aufgesucht, die dem sogenannten Herrenüberschuss, also dem Sex mit Männern in der Überzahl, nicht abgeneigt sind. Bei anderen Betrieben mit den Bezeichnungen Partyclub, Pauschalclub, FKK-Club oder Saunaclub handelt es sich nicht um Swingerclubs, sondern um Einrichtungen, in denen Prostituierte beschäftigt oder eingelassen werden.
Quelle: Wikipedia
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